Nicole M. Bauer
Universitätsassistentin
Nicole M. Bauer ist seit 2025 Privatdozentin am Institut für Religionswissenschaft der Universität Wien und seit 2023 Universitätsassistentin am Institut für Religionswissenschaft der Universität Graz. Sie leitet das durch den FWF finanzierte Forschungsprojekt „Gender and the Bible“, das in Kooperation mit dem Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie der Universität Innsbruck durchgeführt wird. Zudem ist sie Research Fellow am Department of Biblical and Ancient Studies der University of South Africa sowie am Institut für Religionswissenschaft der Universität Heidelberg in der Arbeitsgruppe „Besessenheit und Exorzismus in der Gegenwartsgesellschaft“ affiliiert. Darüber hinaus engagiert sie sich als Vertrauensdozentin für das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES), koordiniert die Erasmus+ International Kooperation mit der Ben-Gurion University of the Negev (Israel) und ist Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Religionswissenschaft (ÖRGW) sowie des Arbeitskreises „Gender & Religion“ der Deutschen Gesellschaft für Religionswissenschaft (AKGR). 2025 habilitierte sie sich mit der Arbeit „Zwischen Medikalisierung, Psychologisierung und religiöser Tradition. Eine religionswissenschaftliche Untersuchung des gegenwärtigen römisch-katholischen Exorzisten-Feldes in Österreich“ und erhielt die Venia Legendi für das Fach Religionswissenschaft an der Universität Wien. Sie studierte Soziologie an der Universität Graz (Mag. phil. 2005) und promovierte in Religionswissenschaft an der Universität Heidelberg (Dr. phil. 2015). Ergänzend absolvierte sie das Psychotherapeutische Propädeutikum an der Universität Graz (2008) sowie das Fachspezifikum für Systemische Familientherapie bei der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für systemische Therapie und Systemische Studien (ÖAS) in Salzburg (2023) und ist seit 2023 als eingetragene Psychotherapeutin in eigener Praxis tätig. Ihre Lehr- und Forschungstätigkeit umfasst Stationen an der Universität Innsbruck, darunter das Institut für Praktische Theologie (Universitätsassistentin) und das Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie (Projektleitung). Forschungsaufenthalte führten sie an die Universität Heidelberg (Coimbra Group Scholarship), die Hebrew University in Jerusalem, das Athenaeum Pontificium Regina Apostolorum in Rom sowie die University of South Africa in Pretoria. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Religion, Medizin und Psychotherapie, Katholizismus in der Gegenwartsgesellschaft, Transformationen jüdischer und christlicher Identitäten im 20. und 21. Jahrhundert, Kabbala in Geschichte und Gegenwart, globale Transformationen von Exorzismus und Besessenheit, Religionsökonomie, Religion und Gender, Ethik und interreligiöse Bildung sowie sozialwissenschaftliche Methoden in der Religionsforschung.
Forschungsschwerpunkte
Gegenwartsreligiosität, Katholizismus in der Gegenwartsgesellschaft, Exorzismus und Besessenheit in der Gegenwartsgesellschaft, Judentum und Kabbala in Geschichte und Gegenwart, Religion und Medizin, Religion und Psychotherapie, Neue religiöse Bewegungen, Religionsökonomie, Religion und Gender, sozialwissenschaftliche Methoden in der Religionsforschung.